Wir und Jetzt

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Su-Kyoung Yu · Axel Gallun · Beate Jakob · Elisabeth Müller · Marcel Pfeffer · Dagmar Reichardt · ulimy

[Fotos der Veranstaltung] · [Zeitungsartikel] · [Danksagung]


Su-Kyoung Yu

„Nicht das Problem macht die Schwierigkeiten,
sondern unsere Sichtweise.“
Victor Frankl

Die meisten werden Corona überstehen, aber niemand kann sagen, wie sie wird… die Zeit danach.

Was bedeutet die Pandemie für uns und für unsere Gesellschaft?
Welche Veränderungen bringen die Existenzängste in unseren Alltag und in unser Denken? Wie werden wir rückblickend über die Coronakrise berichten? Können wir unsere Post-Corona-Welt menschlicher und nachhaltiger gestalten? Wie? Einige Experten sehen einen Zusammenhang zwischen der Pandemie und der Zerstörung der vielfältigen Ökosysteme unseres Planeten durch den Klimawandel und unser Konsumverhalten. Können wir daraus lernen? Welche Probleme haben unsere Wirtschaft, unser Bildungs- und natürlich Gesundheitssystem in dieser Extremsituation zu bewältigen? Durch die Verhaltens- und Hygieneregeln müssen wir unsere Freiheit und unsere Grundbedürfnisse für die Allgemeinheit einschränken, und dabei begleitet uns Ungewissheit. Viele Fragen kennen immer noch keine Antworten. Welches Leben soll besonders geschützt werden?
Vielleicht fragt uns SARS-COV2: Welche Lebensbedingungen wollt ihr eigentlich?

Wir bewegen uns in etwas Neues hinein, das wir nicht kennen. Unsere Erfahrung wird eingehen ins globale kollektive Gedächtnis, und damit werden wir sie – irgendwann, danach – besser einordnen können.
Dem äußeren Wandel wird ein innerer folgen.
Wir suchen nach Möglichkeiten, über die Kunst den Menschen zur Auseinandersetzung mit der Frage anzuregen: Individuum oder Gemeinsinn?
„Social Distancing“ oder „Social Cure“?

 

Axel Gallun

„Wie mir die Zeichen aus meiner Zeichenfeder wachsen, wachsen mir auch die Zweige meiner lokalen Umgebung zu. Sie lassen sich zu einer dreidimensionalen Zeichnung verknüpfen.
Bezogen mit einer dünnen Haut aus Papier verwandeln sich diese Konstrukte aus Haselnusszweigen in Zeitmaschinen oder intergalaktische Gefährte. Sowohl ich als auch die kunstinteressierten Besucher sollen animiert sein, in die Objekte hineinzusteigen und Corona unseres Zentralgestirns kreuzend ins unendliche Universum der Kunst einzutauchen…“

www.axelgallun.de
axelgallun@googlemail.com

Beate Jakob

„Oft zeichne ich gar nicht, sondern streichle das Papier mit einem Stift.

Die Einfachheit der Mittel
Vertrauen auf das Entstehen, auf den Wachstums- und Entfaltungsmoment selbst. Vorstellungen und Konzepte verdampfen lassen, die aufkeimende Idee wieder fallen lassen, zugunsten einer Entwicklungsbewegung in möglichster Offenheit. Alles ist in Bewegung und das Zusammenspiel vieler kleinster, einzelner Punkte – Linien – Atome – Individuen.

In Ruhe weiter arbeiten.“

www.beate-jakob.de
jakob.beate@web.de

Elisabeth Müller

„Das Labyrinthische eines jeden Lebensweges führt mich mit dieser Ausstellung zurück ins Gestaltende – meinen ursprünglichen Berufswunsch. Meine Erfahrungen der bestrittenen Pfade (oder auch geschlagenen Schneisen) durch Jahre und Lebensphasen spiegeln sich in meinen Textbeiträgen, in farbe und Form und Leere.“

www.elisabethmueller.com
kontemplation.elisabethmueller.com

Marcel Pfeffer

„Für den Beitrag zu „Wir und Jetzt“ setzt sich Marcel Pfeffer mit dem Thema Ungewissheit/Nichtwissen und den damit verbundenen vielschichtigen Emotionen und Reaktionen die in uns Menschenleben, auseinander. In mehreren Ölgemälden zeigt er Personen, die in Kontakt, und Konfrontation mit Krise, mit Corona aus dem Raum der Ungewissheit heraus in unterschiedliche Gefühlswelten versetzt werden. Skepsis, Wut, Staunen, Überforderung, Ablehnung und Angst. Es ist auch die Konfrontation mit Schicksal und unerwartet Neuem.
Immer wieder werden Menschen mit Ungewissheit und Ängsten konfrontiert. In speziellen Krisenzeiten drängt sich die Ungewissheit teils stark auf. Bei genauerer Betrachtung ist in Krisenzeiten die eigentliche Krise, oft nur der eigene Umgang mit dem weiten Raum des Nichtwissens, der sich auftut. Oft haben Menschen nicht gelernt in diesem Raum zu verweilen und sich mit dessen Weite zu verbinden. Stattdessen wählen
sie verschiedene Strategien stellen oft die eigentlichen Dramen dar. So verschieden die Menschen sind, so verschieden sind auch ihre individuellen Ausdrücke und Strategien in der Gegenwärtigkeit von Ungewissheit und in der Konfrontation mit Angst.“

www.marcelpfeffer.art
instagram: @marcel_pfeffer
Facebook: Projektraum Sechs Eins

Dagmar Reichardt

SCHUBLADENDENKE – ZWEISEITIGKEIT

„Als Texterin verarbeite ich Worte, Begriffe und Gefühle in meinen Arbeiten; Worte, die in meinem Umfeld während der letzten Monate gehört oder gespürt habe. Dafür nutze ich die Logik der japanischen Haiku, eine der kürzesten Gedichtformen. Mit ihrer 5-7-5-Silbenlogik bilden sie einen eng begrenzten Rahmen – wie eine Schublade. In der kann man sich einrichten – und seine Meinung nicht mehr ändern oder sie offen lassen für Veränderung und Neues.
In meiner Arbeit Zweiseitigkeit gehe ich auf Doppeldeutigkeit von Begriffen ein, die mir in der Corona-Zeit begegnet sind. Während es im Lockdown für den einen Genuss war, Ruhe und Stille zu erleben – kein Motorenlärm von den Straßen, keine Veranstaltungen, kein Kindergeschrei und Lachen von den Spielplätzen – wurde es dem anderen eng um die Brust aufgrund dieser Stille; sie wurde zum unerträglichen Moment, einschnürend und isolierend. Entdecken Sie selbst, auf welcher Seite der Begriffe Sie sich wiedererkennen. Aber eins wird sichtbar: Es gibt nicht die eine Wahrheit, kein richtig oder Falsch.
– für mich selbst war die Zeit ein Aufatmen, weil alles etwas ruhiger und langsamer wurde. Und damit viel bewusster – eine Zeit der Meditation.“

Dagmar Reichardt lebt und arbeitet in Butzbach.
Veröffentlichungen: wort.schatz 2018, Lotte-Verlag
Schreibtisch-journal 2018 und 2019, edition federleicht

ulimy

flat moon

Als Wetterauer Bub 1965 geboren, ist mir der Reo M35 ungefähr so vertraut wie ein VW Käfer und LEGO. Der US-Army-LKW! Geil, wenn die Amis samstags mit getjunten Käfern auf der Matschbahn am Provi(antamt) Rennen fuhren. Ein Wunder, dass keines der Ossenheimer Kinder von den Panzerkolonnen zermatscht wurde. Dank connections Eis aus der PX und wenn mal wieder Apollo unterwegs war, durften wir länger aufbleiben… (langweilig). Irgendwas war faul. Im Weltspiegel war ich verstört, Amis zu sehen, die alt, weiblich oder langhaarig waren.
Mit 16 verweigere ich dem Krieg zu dienen und demonstriere gegen Pershings.
Heute weiß ich, die Erde ist eine Scheibe, der Mond auch, die Amis waren nie dort, Bill Gates impft uns und Donald Dumm sagt stets die Wahrheit. We want to go to the moon because it is hard (JFK) Fake america great again (DD) It’s all the same fucking day (JJ). Fast hätt‘ ich’s vergessen! Danke liebe Chinesen, ohne eure geFAKEten Camouflagesteine hätte ich den M113, den VH-3, die Jeeps und den M35 so nicht bauen können.

Brickshelf.com Gallerie

Fotos der Veranstaltung

Zeitungsberichte

➨ Artikel des Autorenclubs Wetterau vom 25.8.2020

Danksagung

Herzlichen Dank an Ulimy, Elisabeth Müller, Janina Himmen für Textaufbau und Korrekturen bei der öffentlichen Ausschreibung.

Ihr lieben Axel, Beate, Dagmar, Lisa, Uli, JUKA e.V. – Nils Hasport, Dominik Paysan, Max Noske-, Britta Jürgs, vielen Dank für euer Hilfsbereitschaft und Zutrauen, Vertrauen. Wir haben trotz großer Herausforderungen durch die Corona Pandemie sehr gut zusammengearbeit und wunderbare Synergieeffekte erzeugt.

Wir bedanken uns für die Informationen, Veranstaltungshinweise und räumlichen Umsetzungsmöglichkeiten bei der Stadt Bad Nauheim und „Demokratie Leben“.


Diese Aktion wird gefördert vom Wetteraukreis aus dem Programm „Demokratie Leben!“ des Bundesfamilienministeriums und kofinanziert vom Land Hessen.

Plakat Logo Gestaltung: ulimy
Webdesign: Janina Himmen (www.sp-studio.de)
Lesung: Verlegerin Britta Jürgs, AvivA Verlag (info@aviva-verlag.de, www.aviva-verlag.de)
Technische und musilkalische Begleitung: JUKA e.V. (www.juka-ev.de)